Fallschutzplatte FS "Ziegelrot"
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/ - 0,67 Stück / m²
- (29,89 kg / Stück)
EAN: 4251469352629 | Artikelnummer: 5262
Die 50 × 50 cm großen Fallschutzplatten eignen sich für Flächen im Innen- und Außenbereich, auf denen Kinder und Jugendliche spielen, laufen und toben. Sie werden überall dort eingesetzt, wo ein belastbarer und pflegeleichter Fallschutzbelag benötigt wird. Das handliche Format ist von Vorteil: Die Fallschutzplatten lassen sich gut tragen, schnell ausrichten und auch auf komplex geformten Spielflächen mit wenig Verschnitt verlegen. Im Fall einer Beschädigung kann die betroffene Platte einfach ersetzt werden, ohne dass ein Fachbetrieb mit der Ausbesserung beauftragt werden muss – ein klarer Pluspunkt in der Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Typische Anwendungen
Fallschutzplatten werden auf Spielflächen und in Aufenthaltsbereichen rund um Spielgeräte eingesetzt, zum Beispiel im Fallraum um Schaukeln, Rutschen, Wippen, Klettergerüste, Klettertürme, Podeste und Spielkombinationen mit Aufstiegen und Übergängen – überall dort, wo Stürze zu erwarten sind und eine definierte Stoßdämpfung erforderlich ist. Auch Balancierstrecken und Bobby-Car-Bahnen lassen sich mit Fallschutzplatten dauerhaft und sicher ausstatten. Im Innenbereich kommen Fallschutzplatten in Spielräumen, Indoor-Spielplätzen oder Kletterhallen zum Einsatz, jeweils in der zur geforderten Fallhöhe passenden Produktvariante.
Material & Aufbau
Fallschutzplatten bestehen aus PU-gebundenem Gummigranulat. Entweder sind sie vollständig aus ELT-Granulat (ELT = End-of-Life Tyres, aufbereitetes Reifengummigranulat) gefertigt oder sie sind zweischichtig mit einer Nutzschicht aus EPDM-Granulat auf einer Unterlage aus ELT. EPDM, ein moderner Kautschuk, steht für eine UV-beständige, schadstoffarme und dauerhaft farbbeständige Oberfläche – sinnvoll, wenn eine definierte Farbwirkung langfristig erhalten bleiben soll. Charakteristisch für die Unterseite der Fallschutzplatten ist eine Struktur in Form von umgedrehten Pyramidenstümpfen. Diese stabilisiert die Fallschutzplatte, verbessert die stoßdämpfenden Eigenschaften und erhöht die Lebensdauer.
Verbindung und Verlegung
Die Verlegung erfolgt im Halbversatz auf einem befestigten, tragfähigen Untergrund, beispielsweise auf Beton, Asphalt, Verbundpflaster, Dachabdichtungen, Blech oder Fliesen sowie auf stabil verlegten Kunststoff-Rasengittern bzw. Kiesgittern. Eine Verlegung in Splitt, Sand oder losem Kies wird für Fallschutzplatten mit stark strukturierter Unterseite nicht empfohlen. Kunststoff-Steckverbinder koppeln jede Fallschutzplatte mit den Platten der vorherigen und der folgenden Reihe. Eine Einfassung der Spielfläche – zum Beispiel durch Gummi-Randsteine, eine niedrige Einfassung oder eine angrenzende Rasenfläche – verhindert ein Verschieben der Platten. In manchen Fällen ist eine Verklebung sinnvoll, um die Lagesicherheit zusätzlich zu erhöhen.
Eigenschaften im Betrieb
Die Oberfläche der Fallschutzplatten ist griffig und rutschhemmend. Die elastische Struktur dämpft Stöße und Schwingungen und bietet Fallschutz in einer nach EN 1177 zertifizierten Fallhöhe. Durch die offenporige Struktur und die stark profilierte Unterseite kann Wasser gut ablaufen – der Spielplatz bleibt auch bei regnerischer Witterung gut nutzbar. Im Vergleich zu geschüttetem Fallschutz wie Spielsand oder Holzhackschnitzeln entfällt das regelmäßige Nachfüllen, Glattziehen oder das zyklische Reinigen. Fallschutzplatten werden nicht weggespielt oder ausgetragen und sind für Tiere als „Toilette“ wenig attraktiv. Außerdem entstehen keine Mulden oder frei gegrabenen Stellen, wie sie bei Schüttmaterial typisch sind.
Pflege & Instandhaltung
Feine Verunreinigungen werden im Außenbereich durch Regenwasser weitgehend abgespült. Gröbere Verschmutzungen lassen sich abwaschen oder abkehren; für die Grundreinigung kann ein Hochdruckreiniger verwendet werden. Da Fallschutzplatten langlebig sind und sich im Schadensfall einzeln austauschen lassen, bleibt der Instandhaltungsaufwand überschaubar. Bei Planungsänderungen kann der Fallschutzbelag in vielen Fällen wieder aufgenommen und an anderer Stelle neu verlegt werden.
Produkt-Highlights
Vorteile
Produktdetails – Material und Struktur
Vergleichswerte
Der Plattenbedarf für verwinkelte Flächen lässt sich rechnerisch oder mithilfe des digitalen Verlegeplaners ermitteln. Bei unregelmäßigen Flächen ist ein maßstabsgerechter Verlegeplan auf Millimeterpapier empfehlenswert.
Für die rechnerische Methode wird die Fläche am besten im Maßstab 1:100 auf Millimeterpapier gezeichnet, d. h., 1 cm auf dem Papier entspricht 1 m in der Natur. Anschließend wird das Plattenraster über diese Fläche gelegt, d. h., die Platten werden unter Zugrundelegung der Verlegemaße in die Fläche eingezeichnet. Dabei wird leicht erkennbar, an welchen Stellen es Verschnitt gibt. Aus der Zeichnung heraus lässt sich die benötigte Menge der Platten einfach auszählen.
Noch schneller lässt sich der Bedarf mit dem Online-Verlegeplaner ermitteln, der bei jedem WARCO-Produkt im Online-Shop verfügbar ist. Nach Eingabe der Flächenmaße berechnet das Werkzeug automatisch die benötigte Plattenzahl und zeigt ein passendes Verlegemuster an. Auf der Produktseite genügt ein Klick auf „Verlegung planen“. Der Planer funktioniert direkt im Browser, kostenlos und ohne Anmeldung.
Fallschutzmatten und Fallschutzplatten richtig zu verlegen bedeutet, Untergrund, Verbindungssystem, Fallraum, Fallhöhe und Entwässerung auf den jeweiligen Einsatz abzustimmen. Das gilt für Outdoor-Fallschutzflächen im Garten ebenso wie für öffentliche Spielplätze.
Unter Spielgeräten muss die geprüfte kritische Fallhöhe des gewählten Produkts und Aufbaus mindestens der freien Fallhöhe des Spielgeräts entsprechen. Auch die erforderliche Größe der Fallschutzfläche richtet sich nach dem jeweiligen Spielgerät.
Auf Beton oder Asphalt können Fallschutzmatten und Fallschutzplatten direkt verlegt werden. Das Regenwasser fließt durch den wasserdurchlässigen Bodenbelag auf die tragende Schicht und von dort über ein Gefälle zu einem freien Rand oder Ablauf.
Auf Rasen oder Erdreich ist eine direkte Verlegung nicht sinnvoll. Eine lose Schüttung aus Sand, Splitt oder Kies eignet sich ebenfalls nicht als Untergrund, da sie sich mit der Zeit verlagert. Nach dem Abtragen der Grasnarbe werden deshalb Kunststoff-Wabengitter auf einer dünnen Splittbettung verlegt und bis zur Oberkante mit Splitt gefüllt. Darauf liegen die Fallschutzmatten oder Fallschutzplatten. Das Regenwasser fließt durch den gesamten Aufbau und kann im Untergrund versickern. Bei höheren Belastungen oder ungünstigen Bodenverhältnissen ist unter der Splittbettung zusätzlich ein fachgerecht bemessener Unterbau aus verdichtetem Frostschutzmaterial erforderlich.
Die weitere Verlegung richtet sich nach dem Verbindungssystem. Bei Fallschutzmatten mit Puzzleverzahnung wird die Verzahnung einer Matte von oben in die Verzahnung der bereits liegenden Nachbarmatte gedrückt. Die dadurch entstehende stabile Verbindung benötigt in der Regel weder eine Verklebung mit dem Untergrund noch eine Randeinfassung. Fallschutzplatten mit Steckverbindern werden im Halbverband verlegt und benötigen eine Randeinfassung, die ein seitliches Verschieben verhindert. Auf einer gebundenen Tragschicht kann je nach Einbausituation stattdessen eine Verklebung vorgesehen werden.
Die Fallschutzplatten sollten während der Verlegung eine gleichmäßige Temperatur von höchstens etwa 17 °C haben und nicht durch direkte Sonneneinstrahlung aufgeheizt sein. Ein Gummihammer erleichtert das Einpassen der Fallschutzplatten, eine Kreissäge deren Zuschnitt. Endet die Fallschutzfläche innerhalb einer befestigten Fläche, verhindert eine fest montierte Übergangsrampe Stolperkanten.
Wichtige Quellen: [WARCO – Fallschutz-Puzzlematte: Verbindung und Verlegung](https://www.warco.de/fallschutz-puzzlematte-uz-schiefergrau-6319), [DIN – Normen für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden](https://www.din.de/de/meta/suche/62730%21search?query=Spielplatzboden).
Das Verbindungssystem bestimmt die Form der Kante, das Fugenbild, die möglichen Verlegemuster und ob die Plattenfläche eine Einfassung braucht. Bei Platten aus Gummigranulat kommen drei Varianten zum Einsatz, nämlich die sichtbare Puzzleverbindung, die Verbindung mit Steckverbindern und die verdeckte Puzzleverbindung.
Bei der sichtbaren Puzzleverbindung greift die gezahnte Plattenkante über die gesamte Plattenhöhe in die Nachbarplatte. Je nach Baureihe sind die Zähne schwalbenschwanzförmig oder gerundet. Die Verzahnung entsteht beim Pressen oder wird nach einigen Tagen Reifezeit im Werk aus der Platte geschnitten. Wie deutlich das Zahnmuster in der Fläche zu sehen ist, hängt von der Ausführung der Kante und der Farbgebung ab. Zeigen alle vier Plattenseiten dasselbe Zahnmuster, lassen sich die Platten in jeder Richtung verlegen. Unterscheidet sich sich das Zahnmuster an den Seiten, ist die Verlegerichtung vorgegeben. Die sichtbare Puzzleverbindung ist die stabilste der drei Varianten und hält die Plattenfläche ohne Einfassung und ohne Verklebung zusammen.
Platten mit Steckverbindern haben gerade Kanten und werden durch zylindrische Kunststoffdübel verbunden. Die Dübel werden in werkseitige Bohrungen an den Plattenseiten gesteckt. Verlegt werden die Platten Reihe für Reihe im Halbversatz. Dabei ist jede Platte mit vier Nachbarplatten verbunden, mit je zwei aus der vorherigen und zwei aus der folgenden Reihe. Innerhalb einer Reihe besteht keine Verbindung. Quer zur Dübelachse begrenzen die Steckverbinder die Bewegung, während sich die Platten in Achsrichtung weiterhin bewegen können. Deshalb braucht die Plattenfläche eine Verklebung oder eine feste Einfassung, die in Achsrichtung der Dübel wirkt. Oft kann eine vorhandene Attika oder Mauer als Einfassung dienen. Auch eine niveaugleich anschließende Rasenfläche kann die Platten seitlich halten.
Bei der verdeckten Puzzleverbindung liegt die Verzahnung nicht im sichtbaren Bereich der Kante, sondern in einem Stufenfalz an der Unterseite. Zwei Plattenseiten tragen das vorstehende Profil, während sich das Gegenstück an den beiden gegenüberliegenden Seiten befindet. Diese Anordnung gibt die Verlegerichtung vor. Von oben bleibt die Verzahnung unsichtbar, und die Fugen verlaufen geradlinig. Die Platten lassen sich mit Kreuzfuge im Schachbrettmuster oder im Drittelversatz verlegen. Weil die Verzahnung im Falz liegt, reicht die Fuge nicht bis zur Tragschicht. Der Untergrund bleibt vollständig abgedeckt.
Die nötige Dicke von Fallschutzmatten und Fallschutzplatten richtet sich nach ihrer geprüften kritischen Fallhöhe. Diese muss mindestens der freien Fallhöhe des Spielgeräts entsprechen. Je höher die mögliche Absturzhöhe, desto dicker muss die Fallschutzmatte oder Fallschutzplatte sein. Aus der Dicke allein lässt sich die Fallhöhe jedoch nicht ableiten. Auch der Aufbau, die Dichte und die Elastizität des Produkts beeinflussen die Stoßdämpfung.
Als grobe Orientierung gelten:
- bis 100 cm freie Fallhöhe: 3 cm Dicke
- bis 150 cm freie Fallhöhe: 5 cm Dicke
- bis 200 cm freie Fallhöhe: 7 cm Dicke
- bis 300 cm freie Fallhöhe: 10 cm Dicke
Maßgeblich ist immer die im Prüfbericht nach DIN EN 1177 ausgewiesene kritische Fallhöhe des jeweiligen Produkts.
Fallschutzmatten und Fallschutzplatten können für die im Prüfbericht nach DIN EN 1177 ausgewiesene kritische Fallhöhe eingesetzt werden. Das ist die niedrigste Höhe, bei der der HIC-Wert 1000 oder die Beschleunigung gmax 200 g erreicht wird. Je nach Ausführung liegt sie bei etwa 100 bis 300 cm.
bis 100 cm: zum Beispiel niedrige Spielhäuser, Balanciergeräte
bis 150 cm: zum Beispiel niedrige Kletterelemente
bis 200 cm: zum Beispiel Kletternetze, Klettergerüste, Kombinationsgeräte
bis 300 cm: zum Beispiel hohe Klettertürme und große Spielanlagen
Die Gerätebeispiele dienen nur der Orientierung. Maßgeblich ist die freie Fallhöhe des konkreten Spielgeräts nach DIN EN 1176. Die ausgewiesene kritische Fallhöhe muss mindestens dieser freien Fallhöhe entsprechen.
Fallschutzmatten und Fallschutzplatten bestehen aus Gummigranulat und haben unter üblichen Bedingungen eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Häufig halten sie sogar länger. Sie sind für den langfristigen Einsatz im Innen- und Außenbereich ausgelegt.
Wie lange Fallschutzmatten und Fallschutzplatten tatsächlich halten, hängt von der Nutzungsintensität, dem Standort und den Witterungsbedingungen ab. Auf dem Spielplatz entsteht Abrieb vor allem in stark genutzten Bereichen, etwa unter Schaukeln oder an Rutschenausläufen. UV-Strahlung und Frost-Tau-Wechsel tragen dazu bei, dass das Gummigranulat mit der Zeit altert.
Die pflegeleichten Fallschutzmatten und Fallschutzplatten sollten regelmäßig auf Abnutzung und Alterungserscheinungen geprüft werden. Bei diesem Spielplatzbelag lassen sich bei Bedarf einzelne Gummiplatten gezielt austauschen, ohne die gesamte Fläche zu erneuern. Das erleichtert die Instandhaltung und kann die Nutzungsdauer der Gesamtfläche verlängern.